Normalerweise beschäftige ich mich ja mehr mit Smartphones sowie deren Hard- und Software. Aber auch ich komme mitunter in die Versuchung mir für die Smartphones und Tablets die ich besitze oder teste auch mal Zubehör zu kaufen und seit einiger Zeit spekuliere ich über die Anschaffung eines Bluetooth-Headset oder eines kleinen Bluetooth-Lautsprechers.
Lustigerweise kontaktieren mich die Leute von MeinTrendyHandy oder um es genauer zu sagen mich kontaktierte die spanische Abteilung zu finden unter MyTrendyPhone.es und boten mir an ihren Zubehörshop zu testen. Gesagt getan und ich bekam zwischen den Feiertagen Post mit einem Headset der Marke Nokia, hier das BH-501.

Nokia Headset BH-501
Die technischen Daten des Nokia Headset sind schnell zusammengefasst
- Reichweite 10m laut Datenblatt, es können aber auch mal ein paar mehr sein, wenn es keine Störquellen gibt
- Gewicht: angenehme 68g, das Headset fühlt sich alles andere als schwer an, es lässt sich gut tragen, stört nicht und heizt auch den Ohren nicht zu sehr ein.
- Spech- bzw. Hörzeit: bis zu 11 Stunden am Stück. Dieser Wert konnte im Test auch tatsächlich erreicht werden, auch wenn ich nicht am Stück beschallt wurde.
- Standby-Zeit: bis zu 150 Stunden, halte ich für durchaus glaubhaft zumal Nokia-Geräte und Zubehör sehr optimiert zu sein scheinen.
- Akku-Technologie: LiPoly. Das erklärt dann auch das geringe Gewicht. LiPoly-Akkus sind allerdings etwas temperaturempfindlich, also bitte nicht in die Sonne legen oder bei Minustemperaturen liegen lassen.
- Unterstützte Bluetooth-Profile: Handsfree, Headset, Advanced Audio Distribution (A2DP)
Der persönliche Eindruck beim Auspacken: WTF! Das Design ist gewöhungsbedürftig, trägt man den Bügel doch am Hinterkopf, was sich allerdings doch als durchaus praktikabel herausstellte. Die Verbinung des Headsets mit Computer, Laptop, Android Smartphones (HTC Desire HD, Samsung Galaxy S2), Android Tablet (Samsung Galaxy Tab 7″ und ACER Iconia A500) ging problemlos, ingesamt sollen wohl bis zu 8 Geräte gekoppelt werden können, allerdings ist immer nur eine Verbindung aktiv!
Das BH-501 verfügt über 3 Bedientasten, dafür 2 für Lautstärke (laut/leise) sowie den Ein/Ausschalter der für das Pairing gedrückt und gehalten werden muss. Eine LED zeigt an ob das Headset aktiv und gepaired ist (blaues Blinken), im Pairing-Modus ist (rotes Blinken) oder geladen wird (rotes Dauerleuchten, schaltet um auf blaues Dauerleuchten wenn der Akku nach 3-4 Stunden voll geladen ist).
Aber kommen wir nun zum eigentlich wichtigsten Teil des Tests: Taugt das Ding etwas und macht es auch was es soll?
Die einfache und schnelle Antwort: Ja… aber werden wir ruhig etwas ausführlicher:
Der Grund weshalb ich über die Anschaffung eines solchen Headsets nachgedacht habe ist, dass ich zum einen sehr viele Podcasts verfolge und zum anderen im Auto bzw. unterwegs ein Headset benötige, allerdings eine zunehmende Abneigung gegen Kabelsalat entwickelt habe. Bisherige BT-Headsets, vor allem die In-Ear-Varianten empfinde ich aber als sehr störend was das Tragegefühl angeht oder als sehr vebesserungswürdig was den Klang und das Mikrofon betrifft. Hier trumpft wenigstens für mich das BH-501 auf: Obwohl das Design eher merkwürdig und das Modell schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, empfinde ich das Headset nicht als störend: anders als die In-Ear-Varianten drückt es nicht im Innenohr oder fällt immerzu raus, während es gegenüber den klassischen Bügel-Headsets den Vorteil hat den Bügel am Hinterkopf herumzuführen, was so manche Frisur schonen dürfte, ein weiterer Vorteil gegenüber klassischen Bügelheadsets sind die Ohrpads: Normalerweise heizen sich, zumindest bei mir, die Ohren sehr schnell auf was sehr schnell unangenehm, ablenkend und als sehr störend empfunden wird, dadurch das die Ohrpads hier nicht wirklich “überflauschig” sind, nicht zu fest anliegen und somit dauernde Frischluftzufuhr ermöglichen ohne dabei Kompromisse beim Klang machen zu müssen. Womit wir auch bei einem sehr wichtigen Punkt angelangt wären: dem Klang.
Nokia hat jahrelange Erfahrung mit Handylautsprechern, Freisprechsystemen, Headsets usw. was hier defintiv zu Gute kommt, denn das BH-501 hat einen ausgezeichneten Klang, Bässe kommen gut durch, Sprache wird optimal übertragen und hört sich vollkommen natürlich an, Musik und Filmeffekte werden in ausgezeichneter Qualität wiedergegeben. Besonders witzig: Während ich am HTC DHD einen Podcast hörte konnte ich nebenbei per Push to Talk (PTT) mit Freunden und Kollegen sprechen, womit bewiesen wäre das Audio-Profil und BT-Headset-Profil parallel genutzt werden können wenn die Software dies sinnvoll untersützt. Insgesamt war auch der Eindruck der Sprachübertragung sehr positiv, das eingebaute Mikro verrichtet seine Arbeit wirklich gut, der Nebengeräuschanteil ist minimal und auch im Auto bei starken Nebengeräuschen wurde die Unterhaltung problemlos verstanden und die Audioqualität als hervorragend beschrieben.
Neben klassischen Anrufen über GSM haben wir auch SIP, Skype, Viber und verschiedene PTT-Apps getestet: Alles kein Problem für das BH-501, welches bei MyTrendyHandy für knapp 26€ (Bulk-Verpackung, zzgl. Versand) zu haben ist. Preislich bewegt sich der Shop hier im Mittelfeld, es gibt durchaus günstigere Angebote, allerdings gibt es genauso erheblich teurere, der Vorteil den MyTrendyHandy hier bietet ist der defintiv superschnelle Versand: Von der Benachrichtigung das meine Sendung rausging bis zur Lieferung vergngen gerade mal 3 Tage – wenn ich den Effekt “spanische Post” und Feiertage herausrechne kann man durchaus von einer Zustellung innerhalb von 24-48 Stunden ausgehen.
Anmerkung zur Preispolitik: Man kann per Formular entsprechend anmerken wenn man das Produkt billiger gesehen hat. Ich gehe mal davon aus das MyTrendyHandy hier innerhalb gewisser Grenzen die Preise mitmacht. Wenn da jemand Erfahrung hat, trage ich diese hier gerne nach.
Was die Zubehörpalette angeht ist der Shop wirklich gut sortiert und kann so ziemlich jedem Geschmack etwas bieten, obwohl ich mit etwas mehr Übersichtlichkeit gewünscht hätte. Besonders positiv ist mir allerdings der Support-Chat und die lokale Kundencenter-Rufnummer aufgefallen die eine Standard-Festnetznummer ist und keine 0180-Abzocke, das gibt definitiv Pluspunkte in der B-Note.
Die Zahlungsmodalitäten die MyTrendyHandy anbietet sind wirklich zahlreich, von Kredit/Debitkarte über Paypal, Sofortüberweisung etc. ist auch hier für jeden etwas dabei, Vielbesteller könnte der Trendy-Club interessieren der 7% Rabatt auf viele Produkte bietet.
DISCLAIMER: MyTrendyHandy hat das geteste Produkt gesponsored.
Gestern
…war der 1. Januar 2012 und bereits der erste Tag an dem alle guten Vorsätze wie gewohnt den Bach heruntergehen. Business as usual also. Aber schauen wir doch mal was sich so im Weihnachtsgeschäft getan hat, was beinahe überall, ausser in Spanien, jetzt vorbei sein dürfte:
Apple schlägt Android, so titelte nicht nur die Süddeutsche Zeitung und tatsächlich erkennt man besonders zur Weihnachtszeit die Vorliebe vieler Menschen zu klebrigen Bratapfelprodukten, das böse Erwachen kommt wie so oft erst später, wenn man dann feststellt das der Apfel vielleicht eine Versuchung wert war, aber das Entzücken doch nur von kurzer Dauer ist, denn spätestens zum Jahreswechsel versagte wieder einmal eine der simpelsten Funktionen eines Smartphones: Der Wecker. Wer also ein iPhone sich zu Weihnachten gegönnt hatte, der durfte dann auch erstmal länger schlafen was sicherlich gut für den Post-Jahreswechsel-Kater ist, sich allerdings auch ungünstig auf das Arbeitsumfeld auswirken kann.
Samsung beglückte uns mit Update-Versprechen, hatte man sich doch versprochen als man versprach “ältere” (alles ist relativ, nicht wahr?) Geräte noch mit ICS zu versorgen. Nun hatte sich das gegeben Versprechen doch als Versprecher entpuppt, denn ICS wird man so wie Samsung es wohl gerne hätte, also verunstaltet mit Touchwiz, nicht performant genug Geräten wie dem Samsung Galaxy S zum Laufen bekommen. Nun könnte man ja den Usern den Gefallen tun und auf Touchwiz verzichten, aber diesen Erkenntnissprung kann man dem Hause Samsung wohl nicht zutrauen. Vanilla-Android wird man dort wohl nicht so bald bekommen. Statt dessen wird Samsung wohl ein halbgares Patch-Paket nachreichen um das Look & Feel und einige der Features von ICS zu simulieren. War da nicht was mit einer Upgrade-Allianz die Google durchsetzen wollte? Es scheint wohl, dass Hersteller und Carrier hier (noch?) am längeren Hebel sitzen.
Heute
Ärgern wir uns über das neueste, beste und erleuchtendste Produkt aus dem Hause ASUS, das TRANSFORMER PRIME. Denn wie es aussieht ist der Bootloader nun gesperrt was Root-Zugriff erschwert und Custom-Kernels erstmal verunmöglicht.
Allerdings wollen wir ja das Transformer Prime sowieso nicht mehr kaufen, denn das GPS funktioniert derart gut, das ASUS es sogar von der Featureliste hat streichen lassen. Womit ein schlecht funktionierendes GPS nun juristisch kein Bug mehr ist, sondern ein Freebie-Feature welches nur nicht ganz ausgereift funktioniert. Sehr professionell reagiert liebes PR-Team von ASUS! Ihr habt nur vergessen den Usern bei denen GPS aber auf der Featureliste und der Verpackung stand noch etwas mit auf den Weg zu geben:
Morgen
…gibt es das SONY Tablet S wohl umsonst wenn es heute schon 20% billiger rausgehauen wird. Nur ein Haus wie Sony kann sich solche Fails wie die derzeit aktuellen Tablets leisten.
Mit Spannung erwarten wir Smartphone und Tablets mit Intel-Prozessoren die es endlich schaffen Sense, Touchwiz & Co. ohne ruckeln und hängen zum Laufen zu bringen… wir dürfen uns auf eine resultierende Akkulaufzeit von <30 Minuten freuen.
Erwacht die DROIDERS-Redaktion wohl endlich aus dem Winterschlaf, es steht ein Accessory-Review vor der Tür welches Ihr nicht versäumen solltet.
Gestern
Hat Motorola in Mannheim gegen Apple ein Gerichtverfahren gewonnen bei dem es um die Verletzung einiger Patente aus dem Portfolio von Motorola ging. Anders als der Spielverderber aus Cupertino hat sich Motorola Mobility, oder sollte ich lieger Google schreiben(?), nicht dazu herabgelassen ein Verkaufverbot zu erreichen, was in diesem Falle nicht nur möglich sondern auch recht problemlos umzusetzen wäre. Insoweit wird es in Deutschland zum Weihnachtsgeschäft also durchaus iPhones und iPads im Handel geben.
Die Schlangenölschmiede Lookout warnt wieder einmal eindringlich vor den grausamen und heftigen Folgen von Trojanern und Malware auf Android und verspricht uns Heilung, Wohlstand und ewige Potenz… solange man die eigenen Produkte kauft.
Tatsächlich halten sich die Malwarefälle in deutlich überschaubaren Grenzen wenn man Chris DiBona glauben mag, dem ich in dieser Hinsicht technische Einsichten zutraue, die ich den Schlangenölverkäufern nun wirklich nicht atribuieren mag.
Heute
Stirbt Flash. Zumindest ein wenig. Angeblich ist das letzte grosse Update erschienen, es soll wohl nicht mehr viel folgen. Auch wenn es sicher angenehm ist den iOS-Nutzern Webseiten zeigen zu können die auf ihren Devices irgendwie unvollständig aussehen, so ist es doch eine Erleichterung das ein Produkt wie Flash endlich und hoffentlich endgültig verschwindet, denn mit der Einstellung der Entwicklung von Flash auf “mobile Devices” wird Flash auch auf dem Desktop zunehmend uninteressanter.
Die Facebook-App für Android überholt die Facebook-App für das iPhone. Sicherlich nicht was Eyecandy angeht, aber anscheinend wenn es nach den Downloads gehen soll. Damit dürfte Android definitiv im Mainstream angekommen sein, der echte Nerd von heute würde wohl eher zögerlich zu dieser App greifen.
Nicht Blackberries oder hochwertige Android-Phones, nein nur iPhones dürfen es sein: Wenigstens wenn es darum geht welches eher geklaut wird. Ob dies ein Zeichen guten Geschmackes ist, darf bezweifelt werden, allerdings angesichts der Möglichkeiten die Apple und die Netzbetreiber haben um gestohlene iPhones zu identifizieren kann man durchaus davon ausgehen das sowohl Diebe von iPhones als auch die Käufer der Hehlerware nicht unbedingt die hellsten Leuchten im Lampenladen sind.
Morgen
…war eigentlich Gestern und damit der vierte Advent. Die Tatsache das Morgen aber jetzt doch eher Dienstag ist und nicht der vierte Advent, der traditionsgemäss ja eher auf einen Sonntag zu fallen hat, ist der Tatsache geschuldet, dass die überaus zahlreiche Redaktion von DROIDERS.DE in Personalunion derzeit an einer Erkältung leidet die aus irgendwelchen Gründen die visuelle Wahrnehmung beeinträchtigt: Der 21″-Monitor wirkt wie ein Bullauge eines Schiffes im Sturm, also verzerrt und umspült. Ein Zustand der so nicht toleriert werden kann, die Expertenkommisson ist sich einig das nur durch massive Hilfe der pharmazeutischen Industrie diese Situation unter Kontrolle gebracht wird, denn nur so kann gewährleistet werden, dass die Redaktion in ca. 7 Tagen wieder einsatzbereit ist. Anderweitig, so die Experten, sei davon auszugehen das die Genesung eine Woche dauern könne, was ja so nicht hinnehmbar sei.
Ansonsten freuen wir uns in naher Zukunft über Nachrichten wie diese, die uns erklärt, dass das Galaxy Nexus nun auch noch Multitouchprobleme habe. Damit ist der Beweis erbracht das nur Samsung es fertigbringt ein funktionierendes Produkt so zu verbessern das am Ende gar nichts mehr richtig funktioniert. Wer dies nicht glaubt möge sich erkundigen:
Galaxy Nexus & USB Mass-Storage vs. MTP
Galaxy Nexus und das Lautstärkeproblem
Galaxy Nexus und das Pentile-Display
Daher bleibt uns nur der Ausblick auf Morgen und das so heiss ersehnte Nexus DROID oder das RaZR-Nexus aus dem Hause Googlerola, welches und dann endgültig vernünftige Hardware und funktionierende Software bringt.
Es gibt sicher einen Aspekt sich für Android und speziell die Nexus-Smartphone zu entscheiden: Die (relativ) einfache Möglichkeit Root-Zugriff zu erhalten und damit tiefgreifende Veränderungen am System ausführen zu können. Doch ist alles Gold was glänzt? Ist Root wirklich ein Muss?
Was ist Root?
Root wird oft auch synonym gebraucht für Systemadminstrator, Superuser oder einfach kurz “Admin”. Auf Unixoiden Betriebssystemen ist der Root-User zur Installation des Betriebssystem notwendig sowie auch dann, wenn Systemeinstellungen verändert werden oder Software installiert werden soll, die einen höheren Zugriff benötigt als der Default-User normalerweise hat.
Da Android den Linux-Kernel und man Android durchaus auch als eine Art mobile-Linux Distribution bezeichnen könnte, gibt es auch hier einen Root-User der Zugriff auf Teile des Betriebssystems und des Dateisystems hat, der dem Default-User vorenthalten bleibt. So kann ein Root-User die Autostart-Apps aktivieren oder deaktivieren, System-Apps hinzufügen, ändern oder löschen, Apps mit Sonderrechten ausstatten (Superuser-Zugriff “su”) ein Recovery, modifizierte Kernel und auch Custom-ROMs flashen.
Root für jedermann?
An dieser Stelle möchte ich ein bekanntes Filmzitat bringen: “Mit grosser Macht kommt auch grosse Verantwortung!”.
Das bedeutet ersteinmal folgendes: Wer sein Smartphone oder Tablet nicht nach einer Standardanleitung aus einem Forum rooten kann, der sollte es prinzipiell erstmal sein lassen.
Es besteht selbstredend immer die Gefahr das beim rooten etwas schief gehen kann, vor allem bei Geräten bei denen ab Werk Root eigentlich für den User nicht aktiv sein sollte. Hier werden Sicherheitslücken ausgenutzt um temporär Root zu erlangen und dann ein superuser.apk zu “injizieren” und dann den Root–Zugriff dauerhaft anzulegen. Dabei kann es mitunter vorkommen das auch einmal ein Gerät “gebricked” wird, also vom Smartphone zum Briefbeschwerer mutiert, weil man eventuell versucht die falsche Firmwareversion mit den falschen Tools zu rooten oder schlichtweg einen (Flüchtigkeits-) Fehler begeht.
Aus diesem Grund ist die Aktivierung von Root-Zugriff auch bei den Nexus-Geräten nicht unbedingt kompliziert zu aktivieren, aber auch alles andere als trivial, denn es soll ja nicht wirklich jeder in den Systemdateien rumpfuschen und sich dann beim Carrier/Händler beschweren, dass das Smartphone kaputt ist.
Brauche ich Root?
Nein.
Wer sich diese Frage stellt ist höchstwahrscheinlich schnell überfordert, wird vielleicht ein paar wirklich schlimme Fehler machen, unter Umständen Dinge mit dem Smartphone tun wollen für die es partout nicht gebaut wurde und es schlussendlich bricken. Root-Zugriff bringt keine Instant-Seeligkeit, macht aus einem HTC Magic kein Galaxy Nexus, vermehrt nicht den Speicher auf wundersame Weise und man gewinnt auch sonst keine Blumentöpfe damit. Alles was man als Root machen kann ist am System rumpfuschen und viel kaputtmachen. Tatsächlich gibt es eine Menge Pro-User die nicht auf allen Geräten Root aktiv haben. Root ist kein Muss, Root ist ein “Kann”.
Wer sich allerdings der Risiken bewusst ist, wer den möglichen Totalverlust eines kostspieligen Spielzeugs kalkuliert und auf Garantie- und Gewährleistungsansprüche verzichtet (viele Hersteller zicken da ein wenig rum, teilweise zurecht), der kann als Root Android-ROMs aufspielen die eben nicht vom Hersteller verschandelt und vermurkst worden sind (Samsung und Motorola seien hier explizit gegrüsst), der kann performante Geräte die an sich gut ausgestatt sind endlich voll ausnutzen ohne überladene Spielereien (auch HTC darf hier nicht fehlen) ertragen zu müssen, ja selbst Updates für sonst vergessene Geräte (alle Hersteller) werden oft noch möglich, wenn die Community einen Port zur Verfügung stellt.
Ich will Root sein!
Root zu werden ist nicht schwer,
Root zu sein dagegen sehr.
Den Besten Tipp den man geben ist: Foren suchen die sich mit den Geräten beschäftigen, sich dort die FAQs ansehen, lesen, nochmal lesen, versuchen zu verstehen, nochmal lesen, die Schritte im Kopf nachvollziehen, nochmal lesen und dann eine Nacht darüber schlafen. Sollte man am nächsten Tag immer noch wild entschlossen sein, dann sollte man sich die Anleitung nochmal anschauen um sich zu vergewissern das man wirklich alles verstanden hat und nachvollziehen kann. Unklarheiten führen zu dummen und teuren Fehlern. Letztendlich kann man dann, immer auf eigene Verantwortung, zur Tat schreiten.
Wenn man es geschafft hat erklingen keine Engelschöre, keine Lichtpforte öffnet sich und man ist auch kein Superhacker sondern schlichtweg der tatsächliche und vollständige Eigentümer des Smartphones bzw. Tablets.
Ich lasse euch hier einfach mal das Video und harre der Kommentare die da kommen. In meinen Augen ist das eine FurzApp 2.0.
Das Handy wurde berühmt, bekannt, gefürchtet und vor allem populär vor allem durch eine Funktion die eigentlich ein Nebenprodukt des GSM-Mobilfunkes war: SMS also kurze Textnachrichten die bei so mancher Zielgruppe einen Grossteil des Umsatzes für die Netzbetreiber darstellen. Mit dem Verbreitung von Blackberrys wurde der Blackberry-Messenger bekannt und beliebt, da man die SMS-Kosten umgehen konnte und auch weitaus mehr Text versenden konnte als nur 160 Zeichen pro SMS. Auf den Computern hatte sich zu dem Zeitpunkt Instant Messaging durchgesetzt, egal ob über Jabber, GoogleTalk, MSN, ICQ und die vielen anderen Dienste. Mit dem Aufkommen von Featurephones kamen diese Chatprotokolle auch in die mobile Welt und nun in den Zeiten von Android und iOS werden vor allem die plattformunabhängigen Messenger-Apps immer populärer. Wir haben uns ein paar exemplarisch angeschaut und geben eine rein subjektive Bewertung darüber ab, welcher Messenger etwas taugt und mit welchem man besser keine Zeit verschwendet.

Fangen wir mit dem Klassiker an, der auf so ziemlich auf jedem Android-Endgerät vorhanden sein dürfte welches “with Google” also mit den Google Apps kommt: Google Talk
Google Talk ist zu Jabber kompatibel, funktioniert auf Blackberrys, iPhones, Androids, Computer, als naive App oder im Webbrowser. Google Talk kann Sprachverbindungen aufbauen wenn die Software und Hardwareversionen dies unterstützen, auch Videotelefonie ist möglich, Statusmeldungen können personalisiert werden und es ist wirklich sehr vebreitet denn jeder Gmail-Nutzer hat, zumindest theoretisch einen Google Talk Account und könnte eingeladen werden, zudem kann man ja auch mit den Usern chatten die Jabber benutzen.
Nicht vergessen darf man die nahtlose Integration von Google Talk in die anderen Google-Dienste. Bei all den positiven Aspekten darf man eines allerdings nicht vergessen: Google Talk ist eine One-to-One Chatapp. Gruppenchats gehen (noch?) nicht.
Vielleicht ist dies einer der Gründe weshalb mit Google+ auch ein neuer, zusätzlicher Messenger aufkam der mal zwischdurch Chord hiess und nun den wohl endgültigen Namen Google Messenger trägt.
Tja was soll man zu Google Messenger sagen? Das ist wohl einer der Messenger den man getrost nicht benutzen muss. Keine Sprachunterstützung, keine Dateiübertragung, keine Geolokalisierung, kein Videochat… das einzige was Google Messenger kann ist Gruppenchat und durch die Verbindung mit Google+ kann man so mit seinen Kreisen chatten.
Fazit: Vollkommen überflüssig und wenn Google uns diesen Messenger nicht mit Google+ reingedrückt hätte, dann würde niemand diese App überhaupt bemerken…
… was eine geniale Überleitung ist, denn ein geradezu bemerkenswerter Messenger der sich langsam aber sicher zum eigenen Social Network mauser ist Whatsapp.
Whatsapp ist ein Phänomen für sich: Es begann mit einer App die als SMS-Ersatz dienen sollte und nun hat man nicht nur eine Multi-Millionen Community die Whatsapp dauernutzt und das egal ob auf iOS oder Android, Whatsapp lässt die User nicht nur chatten, Geopositionen, Bilder, Videos, Audio und sogar Kontaktdaten (VCF) können ausgetauscht werden… ist das schon alles? Nein längst nicht, denn Whatsapp kann natürlich einen personalisierten Status inkl. Emoticons setzen, Gruppenchats sind wunderbar realisiert, die App funktioniert wunderbar ist zuverlässig, kein Speicherfresser, klemmt sich nahtlos in die Android-Notifications. Alles wunderbar? Leider nein, denn Whatsapp eine eine etwas eigentümliche Datenschutzpolicy und will eine ganze Menge Rechte eingeräumt bekommen. Treibt Whatsapp mit den Rechten etwas unkoscheres? Derzeit nicht. Was den Datenschutz angeht muss jeder selber entscheiden ob es legitim ist alle seine Kontakte einer App preiszugeben… Facebook handelt da nicht anders.
Fazit: Whatsapp ist ein Alleskönner und super einfach zu bedienen genau deshalb ein Whatsapp ein Datenschutzproblem.
Von einem Alleskönner zum Nächsten: MiTalk kommt von Xiaomi den Leuten hinter den MIUI-ROMs. MiTalk ist, anders als Whatsapp bei Android, kostenlos zu nutzen und das nicht nur im ersten Jahr. MiTalk kann von Bildern über Positionen und Kontakte bis hin zu Sprachnachrichten so ziemlich alles versenden und empfangen und noch mehr! Den MiTalk kann Push-To-Talk und Grusskarten! Selbstverständlich kann MiTalk Gruppenchats aber noch viel mehr: Geolokalisierte User finden, eine eigene “Pinnwand” führen, man kann lokale Usergroups (Themen) erstellen und per “Händeschütteln” kann man sich mit anderen MiTalkern per “Bump” austauschen und die Kontaktdaten austauschen: Einfach beide Telefone leicht aneinanderstupsen und schon sind die Daten ausgetauscht.
Fazit: MiTalk ist eine ganz tolle App und leider wie zu wenig in unseren Breitengraden vorhanden. MiTalk könnte eine wirkliche Alternative sein zu Whatsapp.
Touch war noch vor nicht allzu langer Zeit Pingchat und ist als Alternative zum Blackberry Messenger gestartet bzw. sollte es ermöglichen eine ähnliche Funktionalität wie beim Blackberry-Messenger auf andere Plattformen zu bringen. Touch ist gerade seit kurzem aus der privaten Beta heraus, da man das Programm komplett neu designt hat. Ob dies die Plattform retten kann ist fraglich denn Touch ist jetzt zwar sehr simplizistisch angelegt, bietet aber auch kaum Funktionen (Bilder und Emoticons können geteilt werden), Gruppenchats sind zwar möglich aber wenig mehr. Es bleibt fraglich was Touch für den User interessant machen soll, denn die Community ist kleiner als bei Whatsapp und schrumpft zunehmend, während kaum neue oder interessante Funktionen vorhanden sind. Sollte den Leuten von Enflick nichts wirklich bahnbrechendes einfallen was zu einer echten Unterscheidung führt, sehe ich für Touch wenig Zukunft.
Fazit: Touch kann man getrost ignorieren, es wird eh kaum jemand nutzen und im Unterschied zu MiTalk bietet Touch nichts was die Installation dieser App wirklich rechtfertigen würde.
Ein Kandidat den man eigentlich ausser Konkurrenz betrachten müsste ist Viber, denn Viber ist keine reine Messaging APP, denn bei Viber geht es eigentlich um VoIP-Telefonie, welche im Übrigen ganz hervorragend funktioniert und meist selbst dann funktioniert wenn der Provider SIP und Skype blockiert. Der Messaging-Teil von Viber ist eher einfach gehalten, es können Geopositionen geteilt werden genauso wie Bilder, Gruppenchats sind nicht möglich. Viber-Messaging beschränkt sich auf die Viber-Kontakte die sich Viber per Zugriff auf die Kontaktdaten holt, die Integration funktioniert gut und flüssig, die App hat eine ansehnliche GUI und die Notifications lassen sich in der Notificationbar oder per Popup konfigurieren. Alles in allem einfach aber sehr solide, definitiv empfehlenswert vor allem um Telefonkosten zu sparen.
Die letzte App die ich in diesem Zuge besprechen möchte ist ChatON aus dem Hause Samsung. ChatON ist Samsungs Versuch am Messaging-Markt teilzuhaben und Geräte von Bada über Android bis hin zu WindowsPhone miteinander zu verbinden. Der Versuch ist an sich zwar lobenswert kann aber bereits jetzt als gescheitert angesehen werden, denn ChatON hat keinerlei Differenzierungsmerkmal und so wie es aussieht auch keinerlei echte Community die das Produkt trägt und verbreitet. ChatON ist als Konkurrenz zu Whatsapp geplant gewesen, die App wirkt aufgeräumt bietet Gruppenchat, Facebook-Integration und sicher auch ein paar Funktionen mehr, die ich schlichtweg nicht testen konnte da sich “in the wild” einfach kein User finden liess der tatsächlich aktiv ChatON nutzt. Peinlich.
Defintiv ein Messenger den man links liegen lassen kann.
- Google Talk ist bei Android dabei wenn das Gerät “with Google” kommt, man findet mich dort unter rafaelwv@gmail.com
- PingChat/Touch ist im Android Market kostenlos erhältlich, mein Nickname dort: rafaelwv
- MiTalk ist selbstverständlich auch im Android Market und kann dort kostenlos heruntergeladen werden. Dort erreicht man mich auch unter rafaelwv oder als User mit der ID 10602321
- Whatsapp ist im ersten Jahr kostenlos auf Android, danach wird eine Jahresgebühr fällig. Die App kann im Android Market geladen werden.
- Auch Viber ist im Market zu bekommen, ladet die App ruhig kostenlos runter, es lohnt sich alleine wegen der Telefonie schon!
- ChatON von Samsung ist bei neueren Samsung-Geräten vorinstalliert, ansonsten kann auch diese App im Market bezogen werden. Glücklicherweise wird für diesen Flop auch kein Geld fällig
Als Resumée kann man also festhalten:
- Google Talk hat jeder, zum reinen chatten reicht es mal. Voice & Video runden die Sache ab
- Touch kann man sich sparen, die Community scheint das Produkt wohl langsam zu Gunsten besserer Alternativen aufzugeben, es sind immer weniger User aktiv
- MiTalk ist der Geheimtipp: Die App kann wirklich alles was Whatsapp auch kann, nur kostet die Nutzung auch im zweiten Jahr keinen Cent.
- Viber ist eine solide VoIP-App mit Messaging-Funktion. Kann nicht schaden sowas zu haben.
- ChatON braucht kein Mensch.
- Whatsapp ist der Gewinner heute, nicht weil die App besonders gut wäre sondern, weil die Community rasant wächst, Whatsapp neue Funktionen verspricht, bereits ein Geschäftsmodell hat welches funktioniert und weil wirklich jeder aus der zu erwartenden Zielgruppe Whatsapp nutzt.

















































